Mit der Erfolgsgeschichte der Vliesstoffe von Freudenberg verbinden sich rückblickend betrachtet vor allem zwei Namen: Dr. Carl Ludwig Nottebohm und Dr. Ludwig Hartmann.
Dr. Nottebohm hat bei der Entwicklung der Faservliesstoffe Pionierarbeit geleistet und ist "Vater" der ersten Vliesstoffprodukte von Freudenberg: der Vlieseline Einlagestoffe und des Vileda Fenstertuchs. Diese Produkte kamen bereits 1948 auf den Markt und sind dank steter Weiterentwicklung nach wie vor überall auf der Welt überaus erfolgreich.
Dr. Ludwig Hartmann fand Mitte der 60er Jahre für das Spinnvliesverfahren, bei dem aus dem chemischen Grundstoff (Granulat) in einem einzigen, kontinuierlichen Produktionsprozess fertige Vliesstoffe entstehen, eine eigene wirtschaftliche Lösung. Ihm waren auch die ersten erfolgreichen Spinnvliesprodukte von Freudenberg, nämlich Heftpflasterträger und Tischdeckenmaterial (Lutrabond), zu verdanken, denen später die Polyester Teppichträger (Lutradur) und die ersten Polypropylen-Hygienevliese (Lutrasil) folgten.
Chronik der Freudenberg Vliesstoffe
- 1936 Dr. Carl-Ludwig Nottebohm beginnt in Weinheim mit der Entwicklung von Vliesstoffen.
- 1948 Produktionsaufnahme von trockengelegten Stapelfaservliesstoffen und Einführung von Vlieseline Einlagestoffen und Vileda Fenstertüchern.
- 1950 Joint Venture zur Herstellung von Faservliesstoffen in USA (Pellon).
- 1960 Joint Venture zur Herstellung von Faservliesstoffen in Japan (Japan Vilene Company).
- 1965 Einführung der ersten Spinnvliesstoffe aus Polyamid nach dem Verfahren von Dr. Hartmann.
- 1973 Beginn der Produktion von Nassvliesstoffen in Neuenburg. Aufnahme der Produktion. von Polyester-Spinnvliesstoffen im neuen Werk in Kaiserslautern.
- 1982 Aufnahme der Herstellung Polypropylen-Leichtvliesstoffen.
- 1984 Produktionsbeginn des ersten außereuropäischen Werkes für Polyester-Spinnvliesstoffe in North-Carolina (USA).
- 1985 Übernahme des führenden Herstellers von Faservliesstoffen in Brasilien.
- 1988 Eröffnung eines neuen Technikums in Weinheim zur Verfahrensentwicklung von Faservliesstoffen u. a. durch Wasserstrahlverfestigung.
- 1994 Gründung eines Joint Ventures mit dem japanischen Partner JVC zur Herstellung von Einlagevliesstoffen in Suzhou/ China.
- 1997 Fusion der Geschäftsgruppen Faser- und Spinnvliesstoffe. Bildung von 6 Geschäftsbereichen mit weltweiter Verantwortung.
- 1998 Das italienische Unternehmen Marelli & Berta, Hersteller von gewebten Einlagestoffen stößt zur Freudenberg Gruppe.
- 1999 Mit der Entwicklung von Evolon wurde ein völlig neuer Stoff mit einer wirklichen großen Bandbreite hervorragender Anwendungsmöglichkeiten geschaffen.
- 2002 Investition Werkekonzept: 40 Mio Euro in neue Anlagen in Spanien und Weinheim.
- 2006 Freudenberg Vliesstoffe übernimmt die Fa. Scimat, Swindon/UK - den weltweit führenden Batterie-Separatorenausrüster.